
Autor: Andreas Seiffert
Zwei Titel und sechs weitere Platzierungen bei der Oberbayerischen Meisterschaft der U11

Bild oben : Josephine Seiffert am Ende (überraschend aber absolut verdient) auf Platz 1 !
Für den bisher heißesten Tag des Jahres waren die Meisterschaften der Jungs und Mädchen der U11 im Judo angesetzt. Während der Fußballverband alle Kinder- und Jugendspiele abgesagt hatte, der TSV Pauling ein Turnier für die U15 nicht stattfinden lassen konnte und der Rest Deutschlands unter der Wärme litt, versprachen die Ingolstädter als Ausrichter für diese Meisterschaft nicht nur eine Belüftungssituation, die die Durchführung ermöglichen sollte, sondern auch eine kurze Verweildauer der Athleten in der Halle.
Ebenso wurde ein toller Imbissstand angepriesen…
Nun ja.
Und dann ging es los. 🙂
Vorweg sei gesagt : Judo-Turniere sind schon immer dem Quidditch recht ähnlich : Einige fliegen durch die Gegend und das Ende der Veranstaltung kann niemand wirklich vorhersagen.
Durch die Gegend geflogen ist wohl auch am Vortag (nicht beim Judo) einer der maßgeblichen Organisatoren und IT-Experten des Ausrichters und daher schwer verletzt im Krankenhaus. Wir wünschen Gute Besserung !
Dennoch war die Veranstaltung über DokuMe digital eingeläutet, also musste sie so auch durchgeführt werden. Digitale Pässe, Meldungen nur online und auch das Wiegen und Erstellen der Wettkampflisten gab es nur digital.
Das forderte dem verbliebenen Team des Ausrichters einiges ab und kostete gerade am Anfang viel Zeit. Dafür gab es dann im weiteren Verlauf zumindest für mich im Coach-Modus auf dem Tablet und für die Eltern in der normalen Ansicht das Wettkampfgeschehen live und ohne ständige Durchsagen.
Jetzt mal zum Judo :
In der Früh starteten Jakob Kögler, Maxi Altenbeck und Maxi Hübner. Keiner träumte, jeder gab sein Bestes. Maxi Altenbeck hat zum Beispiel einen tollen und verbissenen Griffkampf gezeigt –> beide Maxis wurden mit Platz 3 belohnt !
Jakob Kögler konnten seinen Erfolg aus früheren Jahren wiederholen und wurde souverän erneut Oberbayerischer Meister !
Eigentlich…. ja, nur eigentlich sollte es dann mit dem nächsten Schwung gleich um 10:30 weitergehen, um pünktlich zur Mittagszeit fertig zu sein.
Von uns kam jetzt noch Alexander Poser dazu, der mit tollem Biss und Variationen in der Technik mit einem zweiten Platz belohnt wurde.
Auch die Mädchen von uns waren jetzt dabei. Mariia Ivchenko ging es ähnlich wie Alex, auch wenn sie erst im letzten Kampf so richtig auftaute. Aber auch hier war Platz Zwei der Lohn.
Miriam Findelsberger und Tiril Käser waren unsere leichtesten Damen an dem Tag und tummelten sich beide in der gleichen Gewichtsklasse. Hier konnte das direkte Duell von Tiril für sich entschieden werden. Am Ende aber reicht es bei beiden dennoch oder gerade deshalb für einen guten dritten Platz.
Und irgendwo mittendrin kämpfte auch Josi (Josephine Seiffert), die am Vorabend noch bis 23 Uhr beim Sommerfest der Karateabteilung unseres Vereines war. Dies war ihr auf der Matte aber nicht anzumerken und sie gewann alle ihre Kämpfe !
Der letzte Kampf gegen eine deutlich erfahrenere Trägerin des orange-grünen Gürtels war dabei besonders spannend. Josi führte mit einem Yuko und sammelte mit einem ordentlichen O-Goshi, (der jederzeit ein Ippon verdient hätte) noch ein Waza-Ari. Drei Punkte also. Dann kam sie in den Haltgeriff. Die Gegnerin hielt gut fest. Ippon.
13 Sekunden vor Ende lag Josi also mit einem Punkt zurück.
Mein Coaching wurde etwas „angespannter“ – Josi setzte es um. Sie packte zügig zu, machte nicht lang rum und warf erneut.
Die Sache war gelaufen : Oberbayerische Meisterin !
Ach ja.. gelaufen war noch etwas : Reichlich Schweiß bei allen. Denn die besondere Lüftungssituation war auch nichts anderes als drei offene Türen und die versprochene kurze Verweildauer von geplanten nicht ganz 3 Stunden wurde mit fast 6 Stunden auch nur leeeiiicht überschritten.
Hätte es doch am tollen Imbissstand nur die ganze Zeit über tolle Snacks gegeben… 🙂
Naja. Fairerweise muss man sagen, dass auch der Veranstalter etwas zerknirscht war und sich insbesondere für die Verzögerungen entschuldigt hat.
Wirklich böse sein sollte deshalb auch niemand, denn auch Ingolstadt unterliegt dem gleichen Wettergott wie wir (der anscheinend derzeit auf Sauna steht) und auch Ingolstadt war schon Gast bei anderen Veranstaltungen, bei denen es auch Verzögerungen aller Art gab.
Von mir auf jeden Fall Dank an die durchhaltenden Eltern und die stark kämpfen Kids. Und natürlich Glückwunsch an alle !
Andreas Seiffert
Bild unten : Jakob Kögler oben auf dem Treppchen. Oberbayerischer Meister !

Moosburger Jugend trumpft erneut auf
Am Samstag fand erneut eine Runde des niederbayerischen Schüler Randoris statt. Diesmal waren die Gegner aus einer Kampfgemeinschaft, und zwar Landshut und Kronwinkl, also ganz in der Nähe.
Um 9 waren alle teilnehmenden Kämpfer im nicht allzu weit entfernten Landshut versammelt und das Turnier konnte beginnen.
22 Kämpfe konnte man in der Hinrunde betrachten, die 6:3 für Moosburg ausging.
Sie reichten von klaren Siegen bis hin zu verbissenen Unentschieden, und obwohl es auch Niederlagen gab, träumte niemand während seines Kampfes rum, sondern gab sein Bestes.
Auch Verletzungen von langen Nägeln oder dem Bremsen mit dem Gesicht in der Matte war nicht zu vermeiden, aber so ist der Kampfsport halt. Dramatisch war nichts davon.
Die Rückrunde lief sogar noch deutlich besser, und Moosburg gewann auch diese mit 6:4 obwohl Kampfgemeinschaften häufig stärker sind, aufgrund ihrem größeren Kader aus zwei Vereinen und in diesem Fall sogar einer Schule.
Viele, die in der ersten Runde nicht drangekommen waren, zeigten, dass sie nicht umsonst den weeeeiten Weg 😊 auf sich genommen hatten, und lieferten spektakuläre Kämpfe.
Auch unsere Kleinsten, die trotz wenig Kampferfahrung ihr Bestes gaben, gewannen viele Kämpfe.
Paradebeispiele waren zum Beispiel Melaniia Kolb, Yovko Dermendzhiyski oder Tiril Käser, die teilweise selbst mit ihrem Weiß-gelb-Gurt ihre Gegner „platt“ machten.
Sogar unser Kleinster, der Quirin Krojer, gewann seinen Kampf.
Doch bei den größeren merkte man immer deutlicher, dass je älter man wird, desto mehr sich die Größe und Kraft verändern und zwischen Mädchen und Jungs die Ungleichheit zunimmt und sich die Chancen allein durch Kraft zu siegen verschieben.
So hatten auch alteingesessene Kämpfer manchmal Probleme den Gegner zu besiegen.
Jedoch waren die Kämpfe fair, und der Tag wurde mit einem leckeren Eisbecher im Landshut Park abgerundet. Auch die Kämpfer und Kämpferinnen, die eigentlich ein äußerst nahrhaftes Essen bei McDonalds bevorzugt hätten, waren sehr zufrieden. 😉
Text : Juliana Matthes


Moosburger Jugend überzeugt in der Liga
Aber auch Licht und Schatten beim Heimkampftag
Die niederbayerische Schülerliga im Judo startete in diesem Jahr bereits im Januar – und die Moosburger Nachwuchsjudokas legten gleich einen starken Auftakt hin. Mit einem souveränen Sieg gegen Deggendorf setzte das Team früh ein Ausrufezeichen und zeigte, dass auch in dieser Saison mit ihnen zu rechnen ist.
Am vergangenen Samstag stand nun der zweite Kampftag an – und das vor heimischem Publikum gleich mit zwei Begegnungen. Entsprechend groß war die Motivation, aber auch die Herausforderung.
In der ersten Begegnung trafen die Moosburger, deren Kämpfer vollständig aus den eigenen Reihen stammen, auf eine Kampfgemeinschaft aus Passau, Gangkofen und Zwiesel. In spannenden Hin- und Rückrunden entwickelte sich ein ausgeglichener Wettkampf, bei dem die Moosburger Kids jedoch die nötige Konsequenz in den entscheidenden Momenten zeigten. Am Ende stand ein verdienter 12:10-Erfolg auf der Anzeigetafel – knapp, aber souverän erkämpft.
Die zweite Begegnung brachte eine neue Ausgangslage mit sich. Gegner war eine Kampfgemeinschaft aus Vilsbiburg und dem TV64 Landshut. Das letzte Aufeinandertreffen Ende 2025 war noch deutlich zugunsten der Moosburger ausgegangen.
Doch seitdem hatte sich einiges verändert: Auf Moosburger Seite wurden mehrere Nachwuchsjudokas aus dem Herbst-Anfängerkurs integriert – ein mutiger, aber auch herausfordernder Schritt. Gleichzeitig traten die Gäste mit einem deutlich größeren und erfahreneren Kader an.
Das machte sich bemerkbar: Mit 18:9 ging der Sieg diesmal an die Gäste.
Ein Ergebnis, das auf den ersten Blick klar erscheint, jedoch nicht die ganze Geschichte erzählt. Viele Kämpfe wurden erst in den letzten Sekunden entschieden – oft auf Augenhöhe und keineswegs durch klare Überlegenheit.
Dennoch bleibt unter dem Strich : Verloren.
Und genau darin liegt auch eine Chance. Jetzt heißt es analysieren, trainieren und gestärkt zurückkommen.
Denn die Erkenntnisse ließen nicht lange auf sich warten. Der wohl wichtigste Punkt lässt sich mit einem Augenzwinkern zusammenfassen: „Probier’s mal mit Training.“
Wer häufiger auf der Matte steht, hat schlicht bessere Chancen – das wurde an diesem Kampftag sehr deutlich.
Entsprechend richtet sich der Appell an alle Kämpfer : Nutzt die Trainingszeiten!
Auch abseits der Matte gab es kleinere „Lernfelder“. So ist ein Mannschaftskampf nun einmal genau das – ein Teamwettbewerb. Wer 15 Minuten vor Beginn spontan wegen Unlust absagt, sorgt nicht nur für organisatorisches Chaos, sondern lässt auch seine Mannschaft im Stich. Und im ungünstigsten Fall steht ein Gegner nach langer Anreise aus Passau vergeblich auf der Matte. Krankheit ist natürlich etwas anderes – aber alles andere sollte besser planbar sein.
Ein weiterer Punkt betrifft die Ausdauer – und zwar nicht die körperliche, sondern die soziale. Ein Mannschaftskampf ist erst beendet, wenn der letzte Kampf vorbei ist. Nicht, wenn man selbst fertig ist. Frühes Verschwinden wirkt unsportlich und lässt Teamgeist vermissen.
Dabei sind ausdrücklich nicht die jüngsten Neulinge gemeint, die selber und auch ihre Familien sicherlich von der Dauer der Veranstaltung etwas überrascht waren – sondern vielmehr die „alten Hasen“, die hier mit gutem Beispiel vorangehen sollten.
Sportlich gab es trotz der Niederlage viele positive Highlights. Besonders erfreulich war der Einsatz der oben erwähnten jüngeren Kämpfer, die mit Mut und Einsatz überzeugten. Technisch fiel unter anderem die Bedeutung der sogenannten „Kopfsteuerfunktion“ (ich weiß, das Wort ist doof) auf – ebenso wie der oft noch zögerliche Übergang in den Bodenkampf. Hier zeigten aber auch besonders die Anfänger wirklich gute Ansätze und Mut.
Hier steckt noch Entwicklungspotenzial für die anderen…
Ein echtes Glanzlicht setzte Leopold Röck : Als einer der leichtesten und jüngsten Kämpfer zeigte er den wohl schönsten Ippon des Tages – technisch sauber und beeindruckend ausgeführt.
Ebenfalls bemerkenswert war ein Punkt von Ludwig Homfeld, dessen Aktion bzw. das Aufschlagen des Gegners auf der Matte punktgenau mit dem Gong zum Kampfende zusammenfiel – ein perfektes Timing.
Insgesamt war es ein gelungener, wenn auch sehr langer Kampftag. Trotz eines nahezu reibungslosen Ablaufs und minimaler Verzögerung zog sich die Veranstaltung bis in den späten Nachmittag. Selbst der Kampfrichter hatte kaum eine Pause. Doch die Alternative wäre eine zusätzliche Auswärtsfahrt nach Passau gewesen – und so nahm man den langen Tag in der eigenen Halle gerne in Kauf.
Ein großer Dank gilt allen Helfern: den Eltern und Kindern für ihre Geduld, der Unterstützung am Kampftisch, beim Auf- und Abbau sowie beim Verkauf – insbesondere der Familie Kehlringer. Und nicht zuletzt auch allen fleißigen Bäckern, die für die nötige Verpflegung sorgten.
Fazit : Ein Kampftag mit starken Leistungen, wichtigen Erkenntnissen – und der klaren Richtung für die kommenden Wochen.

Oben : Juliana Matthes wirft Ippon.
Unten : Die Begrüßung der Kinder und Jugendlichen in der Halle

Ehrenamt mit Ausdauer
Josef Sellmaier aus Wang erhält Auszeichnung des Ministerpräsidenten
Moosburg/München –
Ehrenamtliches Engagement ist das Rückgrat vieler Vereine. Dass hinter diesem Engagement oft Menschen stehen, die scheinbar über ein ganz eigenes Zeitkontingent verfügen, zeigte sich nun erneut : Josef Sellmaier aus Wang bzw. der Sportgemeinschaft Moosburg wurde für seinen jahrzehntelangen Einsatz im Vereinsleben mit dem Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste im Ehrenamt ausgezeichnet.
Zuvor wurde die entsprechende Ordensanregung vom Bundespräsidialamt aus Berlin an die Bayerische Staatskanzlei übergeben, mit der Bitte das entsprechende Verfahren einzuleiten.
Andreas Seiffert, der erste Vorsitzende der Sportgemeinschaft Moosburg, in der Josef Sellmaier seit Jahrzehnten sein „Unwesen“ treibt, streitet nicht ab, an diesem Vorgang beteiligt zu sein…
Auch wenn dies anfänglich dem „Seppi“ etwas peinlich war.
Im Kuppelsaal der Bayerischen Staatskanzlei überreichte der Leiter eben dieser,
Dr. Florian Herrmann, die Auszeichnung.
Das Ehrenzeichen ist ein sichtbares Zeichen des Dankes für Menschen, die sich über viele Jahre hinweg uneigennützig für das Gemeinwohl einsetzen.
Ein Beispiel dafür findet sich auch in Moosburg :
Josef ist seit Jahrzehnten eine feste Größe in der Judoabteilung der SG Moosburg und im gesamten Verein. Schon als Jugendlicher sammelte er auf der Matte Medaillen: oberbayerische, südbayerische und bayerische Titel gehörten über Jahre hinweg fast selbstverständlich zu seiner sportlichen Bilanz. Später folgten Kämpfe auf deutscher Ebene sowie ein besonderer Höhepunkt : der Titel Deutscher Meister Ü30, den er 2012 in Berlin erringen konnte.
Auch im Mannschaftssport machte er sich einen Namen; für die SG Moosburg kämpfte er sowohl in der zweiten Bundesliga als auch später in der ersten Bundesliga – ein Niveau, das nur wenige Judoka erreichen.
Doch im Verein ist Josef längst nicht nur als erfolgreicher Sportler bekannt. Seit mehr als zwei Jahrzehnten engagiert er sich in zahlreichen Funktionen : als Abteilungsleiter der Judoabteilung, als Trainer, als Mitglied im Vereinsbeirat und als zuverlässiger Organisator im Hintergrund.
Im Vereinsalltag hat sich deshalb ein einfacher Grundsatz etabliert :
Wenn etwas fehlt, nicht funktioniert oder kurzfristig organisiert werden muss, heißt es oft nur noch : „Frag den Josef.“ Und erstaunlich oft hat er tatsächlich genau das, was gebraucht wird – manchmal sogar gleich in mehreren Varianten.
Die Geschichten darüber sind im Verein inzwischen legendär.
Umkleideschränke aus Altbeständen der heutigen DFS, die noch zu Zeiten der Bundesanstalt für Flugsicherung angeschafft wurden, vom Flughafen abholen ? Josef begleitet den Vorsitzenden Andreas Seiffert beim Transport der wuchtigen Dinger, hat den Hänger organisiert und packt mit an.
Eine kaputte Halterung, ein fehlendes Verlängerungskabel oder ein Drucker, der mitten in der Nacht neuen Toner braucht ? Josef weiß Rat – oder hat das Problem längst selbst gelöst.
Damit ist er für viele Vereinsmitglieder nicht nur der Mann fürs Material, sondern zugleich Gedächtnis, Netzwerk, Notfallkontakt und Vereinsarchiv in Personalunion.
Dass diese Ehrung nun auch auf Landesebene erfolgt, überrascht daher in der SG Moosburg kaum.
Bereits im vergangenen Jahr würdigte der Verein sein Engagement :
Nach dem einstimmigen Beschluss des Vereinsrates im Sommer wurde er bei der Ehrungsfeier im September 2025 unter großem Applaus zum Ehrenmitglied der SG Moosburg ernannt.
Damals wurde vom Vorsitzenden (der übrigens regelmäßig selber mit seinem „Seppi“ auf der Matte steht) in der Laudatio augenzwinkernd festgestellt, ein normaler Tag habe bei ihm vermutlich 48 Stunden und ein Jahr rund 1000 Tage. Denn neben seinem Einsatz im Verein führt Josef noch ein ebenso arbeitsreiches Leben : Gemeinsam mit seinen Eltern betreibt er einen landwirtschaftlichen Hof, arbeitet bei Clariant und ist Familienmensch mit seiner Frau Christine sowie Vater von zwei Teenagern.
Die wichtigste Frage des Abends blieb daher auch damals unbeantwortet :
Wann schläft dieser Mann eigentlich ?
Mit der Auszeichnung des Freistaats Bayern erhält sein Engagement nun eine weitere offizielle Anerkennung.
Für die SG Moosburg steht ohnehin längst fest :
Wenn jemand den Geist des Ehrenamts verkörpert, dann Josef.
Die Auszeichnung nahm er bei strahlendem Sonnenschein in Begleitung seiner Frau, des Vereinsvorsitzenden sowie des Bürgermeisters seiner Heimatgemeinde Wang, Herrn Markus Stöber und des Landrates des Kreis Freisings Helmut Petz entgegen.




Oberbayerische Meisterschaft der U13
Starker Kampfgeist trotz Rückschlägen – Moosburger U13 holt vier Podestplätze bei Oberbayerischer Meisterschaft
Kaum waren die Winterferien Geschichte, ging es für die U13-Kämpfer direkt ans Eingemachte :
Bei der Oberbayerischen Meisterschaft in Fürstenfeldbruck wartete die erste große Standortbestimmung der Saison – und die Moosburger Judoka lieferten ab.
Mit elf motivierten Nachwuchskämpfern reiste das Team an. Die Organisation vor Ort lief wie am Schnürchen, die Begrüßung pünktlich auf die Minute. Auf der Matte allerdings wurde schnell klar :
Heute würde nichts verschenkt werden.
Ein bitterer Auftakt aus Moosburger Sicht: Theo erwischte keinen optimalen Start in die Hauptrunde und musste früh eine Niederlage hinnehmen. Doch wer glaubt, damit war Schluss, kennt den Kampfgeist der jungen Judoka nicht. In der Trostrunde kämpfte er sich zurück, bevor ein unerlaubter Angriff auf die Halswirbelsäule seinen Lauf jäh stoppte – ein schmerzhafter Moment.
Auch Jakob Funk brauchte zunächst einen Weckruf. Nach verhaltenem Beginn zeigte er in der Trostrunde sein wahres Gesicht und sicherte sich mit beeindruckender Moral Platz drei. Auf dem Weg dorthin kam es sogar zum vereinsinternen Duell mit Simon Findelsberger – Jakob war klarer Sieger.
Besonders hervorzuheben : Maxi Altenbeck und Furkan Ünder, die mit unermüdlichem Einsatz und starkem Auftreten überzeugten. Maxi zeigte Kampfgeist und Furkan musste wegen Punktgleichheit von seinem Pool sogar 2x gegen den gleichen Gegner antreten. Fußfeger sind selten in dieser Altersklasse – Furkan verbuchte einen davon wortwörtlich umwerfend mit Ippon auf seiner Seite.
Ebenso präsentierten sich Jakob Kögler, Leo Fekete und Tomoru Grieser kampfstark und entschlossen. Felix Stapelfeld stellte sich mutig deutlich größeren Gegnern – auch wenn es diesmal nicht für ganz vorne reichte.
Ein echtes Handicap : Gleich fünf Moosburger starteten in derselben Gewichtsklasse. Mehr interne Konkurrenz geht kaum – und sie kostete wertvolle Medaillenchancen. Dennoch setzte Lukas Funk ein Ausrufezeichen : Mit starken Kämpfen zog er ins Finale ein und krönte sich zum Vizemeister. Die Finalniederlage ? Kurz. Schmerzlos. Und Motivation für mehr.
Auch Ludwig Homfeld, der erfahrenste Kämpfer im Team, bewies einmal mehr Übersicht und taktisches Geschick. Zwar blieb ihm ein Podestplatz verwehrt, doch sein kluges Einsetzen neu erlernter Techniken zeigte : Hier wächst Qualität heran.
Die Bilanz kann sich sehen lassen:
- 🥈 2. Platz: Lukas Funk
- 🥉 3. Plätze: Tomoru Grieser, Jakob Funk und Furkan Ünder
- Platz: Felix Stapelfeld
Fünf Moosburger auf Qualifikationsplätzen – und damit das Ticket für die Südbayerische Meisterschaft am kommenden Samstag in Mitterfels gelöst.
Die Richtung stimmt. Der Kampfgeist auch. Und die nächste Herausforderung wartet bereits.
Andreas

Oben :
Lukas wirft
Unten :
Lukas wirft noch mal… 🙂

Siegerehrung der Klasse bis 34 kg

Judo-Jugend der SGM mit deutlich überzeugendem Start in die Saison
Die niederbayerische Schülerliga der Kinder und Jugend (U9 bis U15) startete für die Moosburger Judokas am vergangenen Samstag, den 24. Januar 2026, in Deggendorf in die neue Saison. Trotz der aktuell grassierenden Krankheitswelle an den Schulen blieben größere Ausfälle aus – sodass wir mit einer stattlichen Truppe von 25 Kindern und Jugendlichen an den Start gehen konnten.
Neben unseren „alten Hasen“, die bereits einige Wettkämpfe und entsprechend Erfahrung im Judogi mitbringen, waren diesmal vor allem viele Neueinsteiger mit an Bord. Entsprechend ehrlich muss man als Trainer sagen: Die Erwartungen an diesen ersten Wettkampftag waren eher vorsichtig gesteckt. Denn der erste Judo-Wettkampf nach nur wenigen Monaten auf der Matte ist selten ein von Routine geprägtes Ereignis – anders, als wenn erfahrene Kämpferinnen wie Juliana Matthes wieder zuverlässig ihre Punkte beisteuerten.
Umso schöner war es zu erleben, wie der starke Mannschaftsgeist der anfeuernden Kinder und Eltern am Mattenrand regelrecht Funken schlug – und diese auch auf die Matte übersprangen. Wie immer gilt: Ich kann leider nicht alle erwähnen! Zwei Athleten möchte ich dieses Mal aber besonders hervorheben.
Zum einen Melaniia Kolb: Mit ihren zwölf Jahren hat sie erst kürzlich mit Judo begonnen und trifft bei Wettkämpfen naturgemäß selten auf ebenso unerfahrene Gegnerinnen. Doch ganze fünf Sekunden nach Wettkampfbeginn setzte sie einen mustergültigen Ko-Soto-Gake (gerade noch im Training geübt!) und verbuchte damit den ersten Ippon ihres Lebens. Wow !
Zum anderen Yoyko Dermendzhiyski, der ebenfalls erst im vergangenen Herbst in unserer ersten Freitagsgruppe mit dem Judo begonnen hat. Mutig, entschlossen und mit viel Experimentierfreude ging er in seine Kämpfe – das Ergebnis : vier Ippon für das Moosburger Konto. Starke Leistung !
Dabei begann der Mannschaftskampf zunächst alles andere als überzeugend. Nach einigen erfolgreichen Jahren und etwas zuviel und ungesunder „Routine im Siegen“ mussten wir uns Deggendorf zunächst mit 6 : 8 geschlagen geben. Für die Rückrunde bedeutete das: mindestens drei Punkte Vorsprung – eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit.
Doch dann kam der Kampfgeist so richtig zum Vorschein. Alle legten noch eine Schippe drauf – mit dem Ergebnis eines deutlichen 11 : 3 in der Rückrunde. Am Ende stand ein 17 : 11-Gesamtsieg für die Moosburger Judokas auf der Tafel. Respekt !
Den Kindern einen herzlichen Glückwunsch zu diesem starken Saisonauftakt. Aus Trainersicht besonders erfreulich: Die Techniken aus den letzten Trainingswochen wurden nicht nur ausprobiert, sondern auch erfolgreich umgesetzt. Und mal ehrlich – was motiviert mehr, als das ?
Wer jetzt Lust bekommen hat, Judo selbst auszuprobieren:
Am Donnerstag, den 29. Januar 2026, startet um 17 Uhr unsere neue Anfängergruppe in der SGM-Halle am Stadion Nr. 3 in Moosburg. Einfach vorbeikommen und reinschnuppern – wir freuen uns !
Andreas Seiffert

Hier unser jüngster Judoka des Tages – Ærik Käser.

Unsere Mannschaft samt Trainer Andreas Seiffert & Jakob Reichelt.
Noch im Versuch, alle in eine Richtung zu schauen… 🙂
Medaillenregen in Hohenthann
Für die Kinder und Jugendlichen unserer Abteilung stand heute der letzte Wettkampf des Jahres an und wir fuhren mit der U9 bis hoch zur U15 zum Turnier nach Hohenthann.
Die nahezu perfekte Organisation des Veranstalters sorgte für tolle Stimmung, rasche Kämpfe nach einer gemeinsamen Erwärmung und auch die Siegerehrung begann unmittelbar nach den letzten Kämpfen.
Und aus Moosburg konnten sich ALLE platzieren !
Die Bilanz :
6x der erste Platz !
5x der zweite Platz !
5x der dritte Platz !
Wie immer bei meinen Berichten ist es schwer, alle einzeln im Detail zu erwähnen. Daher auch heute nur der ein oder andere Auszug, in der Hoffnung, dass im Laufe des Jahres jeder mal erwähnt wurde.
Philipp Lewton zum Beispiel hatte dieses Jahr mehrfach mit dem gleichen Gegner bei verschiedenen Meisterschaften zu kämpfen.
Heute, quasi zum Abschluss der Saison konnte er ihn dann mehr als souverän auf die Matte legen und mit einem Haltegriff die Sache für beendet erklären. 🙂
Platz 1 !
Aber auch unsere ganz jungen Damen Miriam Findelsberger, Josephine Seiffert und Tiril Käser waren heute gut drauf. Der sonst eher in der gedanklichen Glitzerwelt verschwindenden Josi (als Papa darf ich das sagen…) gelang heute der wohl schönste O-Goshi des Tages, der verdient die letzten Punkte einbrachte für den Platz ganz oben !
Erste Plätze gingen an…
Josephine Seiffert, Mariam Findelsberger,
Lukas Funk (gleich 2x), Philipp Lewton und Theodor Seiffert
Zweite Plätze an…
Kilian Schmalhofer, Ludwig Homfeld, Miriam Findelsberger,
Tiril Käser und Nikolas Lehmann.
Dritte Plätze für…
Josephine & Theodor Seiffert, Alexander Poser,
Leo Fekete und Jakob Kögler.

Die Sieger und Siegerinnen der SG Moosburg

Jugendliga „olympisch“ abgeschlossen
Die Kinder und Jugendlichen der Judoabteilung der SG Moosburg waren auch 2025 wieder mit voller Energie in der niederbayerischen Schülerliga am Start. Die Trainer Andreas Seiffert, Georg Hobmaier und Josef Sellmaier konnten dabei in diesem Jahr auf einen Kader von rund 30 motivierten Judoka vom gelben bis zum orange-grünen Gürtel und aus den Altersklassen U9 bis U15 zurückgreifen.
Da der Anfängerjahrgang aus 2024 etwas kleiner ausfiel und einige Kids ihr sportliches Glück nach den ersten Erfahrungen des Fallens anderswo fanden, bestand die Mannschaft 2025 größtenteils aus bereits etwas erfahreneren Judoka – eine Mischung, die sich am Ende deutlich in den Ergebnissen widerspiegelte.
Lediglich gegen den traditionell starken TSV Abensberg mussten sich die Moosburger zu Beginn des Jahres knapp geschlagen geben. Alle weiteren Begegnungen konnten die Judoka jedoch souverän für sich entscheiden. Der verdiente zweite Platz am Ende der Saison wurde am gestrigen Vormittag mit Pokal, Urkunden und einer ordentlichen Packung Gummibärchen gefeiert – und natürlich durfte der traditionelle Abstecher zum Goldenen M nicht fehlen.
Dort konnte dann auch gleich das neue (weiße) T-Shirt eingeweiht werden, welches es dieses Jahr als Geschenk für alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen vom Verein gab. Darauf dann die Namen aller teilnehmenden Vereine aus Niederbayern…. und das oberbayerische Moosburg. 🙂
Ein echtes Highlight: Training mit Olympiasieger Ole Bischof
Der große Höhepunkt des Tages stand aber schon vor der Siegerehrung an: ein einzigartiger Lehrgang mit Ole Bischof, dem deutschen Judosuperstar, Olympiasieger von Peking 2008 und Silbermedaillengewinner von London 2012.
Ole nahm sich enorm viel Zeit, um mit den rund 150 Kindern auf der Matte zu trainieren. Mit seiner offenen, herzlichen Art schaffte er es sofort, alle zu begeistern. Es wurde gelacht, geübt, geschwitzt, fotografiert – und Ole war sich für kein Autogramm und kein Selfie zu schade.
Besonders beeindruckend: Er hatte seine Olympische Goldmedaille dabei, die jedes Kind einmal anschauen oder in die Hand nehmen durfte. Was fast etwas lapidar klingt, war in Wirklichkeit ein Moment für die Ewigkeit – ein Gefühl von echter Spitzenklasse zum Anfassen, das wohl niemand so schnell vergessen wird.
Die Stimmung war so gut, dass sich sogar ein Judo-Einsteiger-Vater lieber werfen lassen wollte, statt ein Autogramm zu bekommen. Ole machte’s natürlich – mit einem Grinsen.
Danke, Ole – für einen unvergesslichen Tag!
Für die nächste Saison freuen wir uns dann wieder über viele neue Anfängerinnen und Anfänger im Team. Mit frischem Nachwuchs, viel Motivation und einer Menge Spaß schauen wir gespannt darauf, was 2026 bringen wird.































Fotos : Robert Weilguni (TSV Kronwinkl)
