Bunte Gürtel und danach noch jeweils 7x Gold, Silber und Bronze

Gürtelprüfung bei uns und Pantherturnier in Kronwinkl 

Auch der TSV Kronwinkl war dieses Jahr von einem Wasserschaden in ihrer örtlichen Turnhalle betroffen, so dass wir davon ausgingen, dass sie ihr diesjähriges Pantherturnier nicht ausrichten würden bzw. gar nicht können.

Bei ihnen aber lief es gut und die Halle stand wieder zur Verfügung.

Für uns ein kleines Dilemma, schließlich hatten wir doch nun ausgerechnet auf den Tag davor unsere Gürtelprüfung mit Filmabend und Übernachtung gelegt.

Es galt also, dennoch genügend Schlaf zu finden in dieser doch eher kurzen Nacht.

Bei der Prüfung waren noch etwas über 40 Kinder anwesend – die alle trotz reichlich Nervosität bei knapp 60 Zuschauern und entsprechend „hektischer“ Ausführung mancher Technik souverän bestanden haben – danach wurde es doch etwas ruhiger in der Halle, weil manche ins Bett wollten (oder aus Sicht der Eltern mussten), so dass schließlich am Ende 21 Kids plus Betreuer in der Halle (oben auf der Galerie, unten kommt ja gerade der Boden neu rein) in ihre Schlafsäcke krabbelten.

Ungefähr sieben bis acht Stunden Schlaf haben dann doch alle hinbekommen, bevor es nun für einige direkt vom Frühstück weiter in die nächste Sporthalle ging.

Wie jedes Jahr erwartete uns hier eine tolle Organisation und nette Atmosphäre. Das Wiegen war pünktlich, die Listen ruckzuck fertig und wir starteten mit den Kämpfen.

Da wir mit 21 Judokas am Start waren, macht es hier wie immer wenig Sinn, zu jedem oder jeder was zu schreiben.

Ohne die Leistung der anderen schmälern zu wollen konzentriere ich mich hier als z.B. auf Josephine Seiffert, die souverän die Mädels in ihrer Gewichtsklasse entweder auf die Matte warf oder im Boden lang genug festhielt. Jeder Kampf wurde vorzeitig mit Ippon gewonnen !

Auch Ludwig Homfeld hat wieder seine alte Form gefunden, Tipps von mir am Mattenrand umgesetzt und konnte schließlich als Gast (er ist noch U13) in der U15 einen seiner Kämpfe mit einem Armhebel gewinnen. Waki-Gatame. Eine Technik, die er extra für die Prüfung am Vortag gelernt hatte…

Kurz zu Leo Fekete :

Coole Kämpfe ! Und verdient ein erster Platz. Besonders, weil er im letzten Kampf gegen ein kleines Muskelpaket der TG Landshut zeigen konnte, dass man mit Hirn und Technik beim Judo eben doch weiter kommt. Ippon für einen perfekten Seoi-Nage.

Dann hier einmal die Übersicht :

Platz 1 :
Tiril Käser U11
Leo Fekete U11 und U13
Josephine Seiffert U11
Ludwig Homfeld U13
Philipp Lewton U15
Xenia Seibold U15

Platz 2 :
Tiril Käser U9
Mariia Ivchenko U11
Anja Bauer U13
Jakob Funk U13
Theodor Seiffert U13
Ludwig Homfeld U15
Patrik Iuhos U15

Platz  3 :
Aerik Käser U9
Jakob Steiger U11
Miriam Findelsberger U11
Tomoru Grieser U13 und U15
Yovko Dermendzhiyski U13 und U15

Prüfung-Pizza-Party

Wir wollten die diesjährige Gürtelprüfung bereits vor den Sommerferien durchführen. Leider aber kamen uns ein paar Tausend Liter Wasser dazwischen, die unseren Hallenboden unbrauchbar machten, der ja nun seit einiger Zeit eine größere Baustelle ist. Für die beiden Wettkampfgruppen haben wir aber dennoch entschieden, eine gemeinsame Prüfung zu machen inkl. „Rahmenprogramm“.

Los ging es also vor rund 50 Zuschauern für die Kids um 17 Uhr.

Alle zusammen auf der Matte. Auf unseren notdürftigen 81 Quadartmetern oben auf der Galerie…

Zuschauer, die nicht die Beine angezogen hatten auf den Bänken am Rand waren so dicht, dass sie quasi auf der Matte waren.

Es starteten unsere neuesten Mitglieder, die den 8. Kyu, den weißgelben Gürtel erwarben.

Da ALLE anderen das Programm davon ja auch noch können mussten und es in den Bereich „Vorkenntnisse“ fällt, machten auch alle mit. Entsprechend voll und etwas chaotisch war es auf der Matte auch.

Aber es wurde von Farbe zu Farbe leerer auf der Matte, so dass die „Großen“ bei ihren Techniken später mehr Platz hatten – damit aber auch mehr Aufmerksamkeit der Zuschauer und Augen der Prüfer.

Als Trainer muss ich hier anmerken : Leute, beim Training sah die Sache ordentlicher aus…
Schade, dass gestern irgendwie schlampig versucht wurde, möglichst schnell fertig zu sein. Dabei hatte nur Hansi als Prüfer etwas Zeitdruck. Nicht ihr.

Und Ihr braucht Euch nicht verstecken ! Ihr könnt es !

Aber egal wie :
Ausgereicht hat es allemal.
Denn extra eingeflogen hatten wir für die höheren Gürtel wie gesagt Hansi als Prüfer – und auch er hat am Ende alles Gesehene abgenickt.

Daher Glückwunsch an alle Kinder & Jugendlichen, die nun einen neuen Gürtel um den Bauch haben !
Und etwas Stolz ist schon dabei, wenn einige der Kids jetzt seit über fünf Jahren dabei sind und nun schon mit dem blauen Gürtel rumlaufen. Cool ! 

Leider muss aber auch ein wenig Negatives erwähnt werden…

Ja, obwohl wir uns beeilt haben – z.B. musste auch ja wie erwähnt Hansi um 18:30 wieder weiter, was am Ende das Programm etwas straffte und die Gelassenheit der Demonstration etwas in Mitleidenschaft zog – hat es dennoch gut über eine Stunde gedauert. Da sollte man aber schon mal stillsitzen und zuschauen können, gerade wenn interessantes Judo der Großen gezeigt wird. Das hat bei den meisten, aber leider nicht allen geklappt. Bei fast allen hat es aber auch geklappt, sich außerhalb der Matte zu benehmen und nicht unsere Fliesen in der Umkleide mit Edding zu dekorieren…

Leider nicht bei allen.

Leute, wundert euch bitte nicht, wenn das noch während der Veranstaltung für echt schlechte Laune sorgt !!!

Klar, war ein Einzelfall. Und derjenige hat sich später auch noch gemeldet. Aber geschehen ist es nun einmal.

Ebenso waren wir als Jugendleitung etwas betrübt, dass wir die Prüfung als größeres Event mit Pizza, Film, Hallenübernachtung und Frühstück geplant hatten und dennoch gut die Hälfte der Teilnehmer und viele ziemlich spontan (ca. 30 Minuten vorher…) angekündigt hat, doch spätestens nach dem Film ins heimische Bett zu verschwinden.

Aber hey, gar kein Problem ! Mehr Nutella für mich beim Frühstück ! 😊

Ach ja, was die Menge des Essens angeht :
Wir waren zum Abendbrot ca. 35 Leute. Manche Kinder zählen nur halb, andere Betreuer doppelt. Grins.

Hochmotiviert bestellten wir also nach genauer mathematischer Betrachtung (wie viele Quadratzentimeter hat eine normale Pizza –> wie viele eine Partypizza –> Hochrechnung auf 35 Leute) am Ende sechs Partypizzen.

Und als die alle waren noch einmal zwei… und als die alle waren, mussten dann Nachos, Chips, Salzstangen und Erdnussflips herhalten.

Kurzum : Der Abend jedenfalls wurde auch sehr nett.

Mit Einverständnis aller Eltern schauten wir einen Film, der laut Einstufung eher für Größere war; überzeugt davon, mit diesem Klassiker mit Robin Williams nicht verkehrt zu liegen.

Ein paar der Kleineren fanden den Anfang dann doch etwas gruslig, tauten dann aber auf und haben kuschelnd bis zum Ende mitgeschaut. Denn spätestens als die Affen aus Jumanji das Polizeiauto nicht nur einmal etwas überstrapazierten oder in die Luft jagten, wurde mehr gelacht als gebibbert.

Danach verschwanden manche im Bett während die andere Hälfte noch Werwolf spielte.

Um Mitternacht wurde es ruhiger in der Halle und war nur noch begleitet von den Geräuschen der Erkältungszeit. Dass solche Huster aus Kindern kommen können. Wahnsinn !

Jetzt ist es kurz vor sieben Uhr morgens (zur Erklärung der Tippfehler) – Ich sitze im Büro und tippe das hier, nebenan wird es leise etwas munterer.

Fortsetzung folgt. Vielleicht.

Trainer, Prüfer und Kids
Stefan verteilt die ersten sechs Pizzen…
Ohne Worte.
Beim Film abends um 23 Uhr oder so.
Morgens um 7 in der Halle…

Moosburger Judokas siegen !

Platz 1 in der Liga für die Jugend

Wie traditionell und überhaupt quasi „schon immer“ traten die Kinder und Jugendlichen der Judoabteilung der SG Moosburg auch in dieser Saison wieder in der Niederbayerischen Jugendliga an.

Die letzten Jahre waren dabei durchaus auch schon immer erfolgreich – konnten aber dieses Jahr noch einmal getoppt werden. Platz 1 !

Die umfangreiche Jugendarbeit der Abteilung und die gute Abstimmung zwischen den beiden Trainern der derzeitigen Wettkampfgruppen der U11 bis U15 von Georg Hobmaier und Andreas Seiffert hat dafür gesorgt, dass ein großer Kader zur Verfügung stand, der gleich zu Beginn des Jahres durch Nachwuchs im Bereich der U9 und U11 aus der zu diesem Zeitpunkt quasi noch frischen Anfängergruppe vom Freitag ergänzt wurde.

Somit konnten in allen Heim- und Auswärtskämpfen immer alle Paarungen besetzt werden und wertvolle Punkte – und in dieser Liga noch wichtiger : viel Erfahrung gesammelt werden.

Besonders überzeugt haben dabei dennoch einzelne Kids im Besonderen; hier seien die beiden Funk-Zwillinge Lukas und Jakob sowie Philipp Lewton zu erwähnen, die ALLE ihre Kämpfe gewinnen konnten.

Philipp war sogar gleich in doppelter Funktion tätig und trat bei einigen Begegnungen als Kampfrichter auf.

Erneut ist der Erfolg auch unter dem Aspekt zu betrachten, dass es sich bei den sechs gegnerischen Mannschaften in 2/3 der Fälle um Kampfgemeinschaften aus zwei oder sogar mehr Vereinen handelt. Dennoch war der Moosburger Kader hier nicht nur größer, sondern auch erfolgreicher – und jeder Sportler und jede Sportlerin „hausgemacht“

Somit war am Ende der Saison nun am gestrigen Samstag der Abschlusslehrgang mit Olympioniken Raphaela Igl als Trainerin bei der anschließenden Siegerehrung der 1. Platz mehr als verdient.

Als Jugendleiter vom Judo und Vorsitzender der SG Moosburg bedankt sich Andreas Seiffert ganz besonders nicht nur bei den Kids, die immer mehr als Mannschaft zusammenwachsen, sondern auch bei den Eltern, die als Taxi-Dienst ebenso zur Verfügung stehen wie zum Kuchenbacken – und Verkaufen – bei den Heimkämpfen.

Die nächste Saison wird nun spannend, da noch einmal zwei Vereine beschlossen haben eine Kampfgemeinschaft zu bilden und an der Liga teilzunehmen, aber auch weil etliche Kids… Verzeihung Jugendliche… nun aus der obersten Altersklasse herausrutschen und im nächsten Jahr nicht mehr startberechtigt sind. Xenia Seibold aber z.B. wird dann frisch gebacken als Co-Trainerin nicht mehr auf der Matte sondern coachend am Rand stehen.

Die Abteilung lebt !

Mit dem Nachwuchs von Freitag, den noch halb-frischen Kids vom Donnerstag und den ganz neuen Anfängern vom Montag ist die Abteilung also nicht nur breit aufgestellt, sondern auch zuversichtlich, weiterhin aktiv Niederbayern aufmischen zu können. 😊

Links Andreas Seiffert in der Rolle als Trainer, Vater von zwei der Kids und Jugendleiter, oben rechts Stefan Käser als Vater und Mitwirkender in der Jugendleitung.
Davor Georg Hobmaier als Jugendleiter und Trainer.

Zwei Titel und sechs weitere Platzierungen bei der Oberbayerischen Meisterschaft der U11

Bild oben : Josephine Seiffert am Ende (überraschend aber absolut verdient) auf Platz 1 ! 

 

Für den bisher heißesten Tag des Jahres waren die Meisterschaften der Jungs und Mädchen der U11 im Judo angesetzt. Während der Fußballverband alle Kinder- und Jugendspiele abgesagt hatte, der TSV Pauling ein Turnier für die U15 nicht stattfinden lassen konnte und der Rest Deutschlands unter der Wärme litt, versprachen die Ingolstädter als Ausrichter für diese Meisterschaft nicht nur eine Belüftungssituation, die die Durchführung ermöglichen sollte, sondern auch eine kurze Verweildauer der Athleten in der Halle.
Ebenso wurde ein toller Imbissstand angepriesen…

Nun ja.
Und dann ging es los. 🙂

Vorweg sei gesagt : Judo-Turniere sind schon immer dem Quidditch recht ähnlich : Einige fliegen durch die Gegend und das Ende der Veranstaltung kann niemand wirklich vorhersagen.
Durch die Gegend geflogen ist wohl auch am Vortag (nicht beim Judo) einer der maßgeblichen Organisatoren und IT-Experten des Ausrichters und daher schwer verletzt im Krankenhaus. Wir wünschen Gute Besserung !
Dennoch war die Veranstaltung über DokuMe digital eingeläutet, also musste sie so auch durchgeführt werden. Digitale Pässe, Meldungen nur online und auch das Wiegen und Erstellen der Wettkampflisten gab es nur digital.
Das forderte dem verbliebenen Team des Ausrichters einiges ab und kostete gerade am Anfang viel Zeit. Dafür gab es dann im weiteren Verlauf zumindest für mich im Coach-Modus auf dem Tablet und für die Eltern in der normalen Ansicht das Wettkampfgeschehen live und ohne ständige Durchsagen.

Jetzt mal zum Judo :
In der Früh starteten Jakob Kögler, Maxi Altenbeck und Maxi Hübner. Keiner träumte, jeder gab sein Bestes. Maxi Altenbeck hat zum Beispiel einen tollen und verbissenen Griffkampf gezeigt –> beide Maxis wurden mit Platz 3 belohnt !

Jakob Kögler konnten seinen Erfolg aus früheren Jahren wiederholen und wurde souverän erneut Oberbayerischer Meister !

Eigentlich…. ja, nur eigentlich sollte es dann mit dem nächsten Schwung gleich um 10:30 weitergehen, um pünktlich zur Mittagszeit fertig zu sein.

Von uns kam jetzt noch Alexander Poser dazu, der mit tollem Biss und Variationen in der Technik mit einem zweiten Platz belohnt wurde.

Auch die Mädchen von uns waren jetzt dabei. Mariia Ivchenko ging es ähnlich wie Alex, auch wenn sie erst im letzten Kampf so richtig auftaute. Aber auch hier war Platz Zwei der Lohn.

Miriam Findelsberger und Tiril Käser waren unsere leichtesten Damen an dem Tag und tummelten sich beide in der gleichen Gewichtsklasse. Hier konnte das direkte Duell von Tiril für sich entschieden werden. Am Ende aber reicht es bei beiden dennoch oder gerade deshalb für einen guten dritten Platz.

Und irgendwo mittendrin kämpfte auch Josi (Josephine Seiffert), die am Vorabend noch bis 23 Uhr beim Sommerfest der Karateabteilung unseres Vereines war. Dies war ihr auf der Matte aber nicht anzumerken und sie gewann alle ihre Kämpfe !
Der letzte Kampf gegen eine deutlich erfahrenere Trägerin des orange-grünen Gürtels war dabei besonders spannend. Josi führte mit einem Yuko und sammelte mit einem ordentlichen O-Goshi, (der jederzeit ein Ippon verdient hätte) noch ein Waza-Ari. Drei Punkte also. Dann kam sie in den Haltgeriff. Die Gegnerin hielt gut fest. Ippon.
13 Sekunden vor Ende lag Josi also mit einem Punkt zurück.
Mein Coaching wurde etwas „angespannter“ – Josi setzte es um. Sie packte zügig zu, machte nicht lang rum und warf erneut.
Die Sache war gelaufen : Oberbayerische Meisterin !

Ach ja.. gelaufen war noch etwas : Reichlich Schweiß bei allen. Denn die besondere Lüftungssituation war auch nichts anderes als drei offene Türen und die versprochene kurze Verweildauer von geplanten nicht ganz 3 Stunden wurde mit fast 6 Stunden auch nur leeeiiicht überschritten.

Hätte es doch am tollen Imbissstand nur die ganze Zeit über tolle Snacks gegeben… 🙂

Naja. Fairerweise muss man sagen, dass auch der Veranstalter etwas zerknirscht war und sich insbesondere für die Verzögerungen entschuldigt hat.
Wirklich böse sein sollte deshalb auch niemand, denn auch Ingolstadt unterliegt dem gleichen Wettergott wie wir (der anscheinend derzeit auf Sauna steht) und auch Ingolstadt war schon Gast bei anderen Veranstaltungen, bei denen es auch Verzögerungen aller Art gab.

Von mir auf jeden Fall Dank an die durchhaltenden Eltern und die stark kämpfen Kids. Und natürlich Glückwunsch an alle !

 

Andreas Seiffert

 

Bild unten : Jakob Kögler oben auf dem Treppchen. Oberbayerischer Meister ! 

Moosburger Jugend trumpft erneut auf

Am Samstag fand erneut eine Runde des niederbayerischen Schüler Randoris statt. Diesmal waren die Gegner aus einer Kampfgemeinschaft, und zwar Landshut und Kronwinkl, also ganz in der Nähe.

Um 9 waren alle teilnehmenden Kämpfer im nicht allzu weit entfernten Landshut versammelt und das Turnier konnte beginnen.

22 Kämpfe konnte man in der Hinrunde betrachten, die 6:3 für Moosburg ausging.

Sie reichten von klaren Siegen bis hin zu verbissenen Unentschieden, und obwohl es auch Niederlagen gab, träumte niemand während seines Kampfes rum, sondern gab sein Bestes.

Auch Verletzungen von langen Nägeln oder dem Bremsen mit dem Gesicht in der Matte war nicht zu vermeiden, aber so ist der Kampfsport halt. Dramatisch war nichts davon.

Die Rückrunde lief sogar noch deutlich besser, und Moosburg gewann auch diese mit 6:4 obwohl Kampfgemeinschaften häufig stärker sind, aufgrund ihrem größeren Kader aus zwei Vereinen und in diesem Fall sogar einer Schule.

Viele, die in der ersten Runde nicht drangekommen waren, zeigten, dass sie nicht umsonst den weeeeiten Weg 😊 auf sich genommen hatten, und lieferten spektakuläre Kämpfe.

Auch unsere Kleinsten, die trotz wenig Kampferfahrung ihr Bestes gaben, gewannen viele Kämpfe.

Paradebeispiele waren zum Beispiel Melaniia Kolb, Yovko Dermendzhiyski oder Tiril Käser, die teilweise selbst mit ihrem Weiß-gelb-Gurt ihre Gegner „platt“ machten.

Sogar unser Kleinster, der Quirin Krojer, gewann seinen Kampf.

Doch bei den größeren merkte man immer deutlicher, dass je älter man wird, desto mehr sich die Größe und Kraft verändern und zwischen Mädchen und Jungs die Ungleichheit zunimmt und sich die Chancen allein durch Kraft zu siegen verschieben.

So hatten auch alteingesessene Kämpfer manchmal Probleme den Gegner zu besiegen.

Jedoch waren die Kämpfe fair, und der Tag wurde mit einem leckeren Eisbecher im Landshut Park abgerundet. Auch die Kämpfer und Kämpferinnen, die eigentlich ein äußerst nahrhaftes Essen bei McDonalds bevorzugt hätten, waren sehr zufrieden. 😉

Text : Juliana Matthes

Moosburger Jugend überzeugt in der Liga

Aber auch Licht und Schatten beim Heimkampftag

Die niederbayerische Schülerliga im Judo startete in diesem Jahr bereits im Januar – und die Moosburger Nachwuchsjudokas legten gleich einen starken Auftakt hin. Mit einem souveränen Sieg gegen Deggendorf setzte das Team früh ein Ausrufezeichen und zeigte, dass auch in dieser Saison mit ihnen zu rechnen ist.

Am vergangenen Samstag stand nun der zweite Kampftag an – und das vor heimischem Publikum gleich mit zwei Begegnungen. Entsprechend groß war die Motivation, aber auch die Herausforderung.

In der ersten Begegnung trafen die Moosburger, deren Kämpfer vollständig aus den eigenen Reihen stammen, auf eine Kampfgemeinschaft aus Passau, Gangkofen und Zwiesel. In spannenden Hin- und Rückrunden entwickelte sich ein ausgeglichener Wettkampf, bei dem die Moosburger Kids jedoch die nötige Konsequenz in den entscheidenden Momenten zeigten. Am Ende stand ein verdienter 12:10-Erfolg auf der Anzeigetafel – knapp, aber souverän erkämpft.

Die zweite Begegnung brachte eine neue Ausgangslage mit sich. Gegner war eine Kampfgemeinschaft aus Vilsbiburg und dem TV64 Landshut. Das letzte Aufeinandertreffen Ende 2025 war noch deutlich zugunsten der Moosburger ausgegangen.

Doch seitdem hatte sich einiges verändert: Auf Moosburger Seite wurden mehrere Nachwuchsjudokas aus dem Herbst-Anfängerkurs integriert – ein mutiger, aber auch herausfordernder Schritt. Gleichzeitig traten die Gäste mit einem deutlich größeren und erfahreneren Kader an.

Das machte sich bemerkbar: Mit 18:9 ging der Sieg diesmal an die Gäste.

Ein Ergebnis, das auf den ersten Blick klar erscheint, jedoch nicht die ganze Geschichte erzählt. Viele Kämpfe wurden erst in den letzten Sekunden entschieden – oft auf Augenhöhe und keineswegs durch klare Überlegenheit.

Dennoch bleibt unter dem Strich : Verloren.

Und genau darin liegt auch eine Chance. Jetzt heißt es analysieren, trainieren und gestärkt zurückkommen.

Denn die Erkenntnisse ließen nicht lange auf sich warten. Der wohl wichtigste Punkt lässt sich mit einem Augenzwinkern zusammenfassen: „Probier’s mal mit Training.“

Wer häufiger auf der Matte steht, hat schlicht bessere Chancen – das wurde an diesem Kampftag sehr deutlich.

Entsprechend richtet sich der Appell an alle Kämpfer : Nutzt die Trainingszeiten!

Auch abseits der Matte gab es kleinere „Lernfelder“. So ist ein Mannschaftskampf nun einmal genau das – ein Teamwettbewerb. Wer 15 Minuten vor Beginn spontan wegen Unlust absagt, sorgt nicht nur für organisatorisches Chaos, sondern lässt auch seine Mannschaft im Stich. Und im ungünstigsten Fall steht ein Gegner nach langer Anreise aus Passau vergeblich auf der Matte. Krankheit ist natürlich etwas anderes – aber alles andere sollte besser planbar sein.

Ein weiterer Punkt betrifft die Ausdauer – und zwar nicht die körperliche, sondern die soziale. Ein Mannschaftskampf ist erst beendet, wenn der letzte Kampf vorbei ist. Nicht, wenn man selbst fertig ist. Frühes Verschwinden wirkt unsportlich und lässt Teamgeist vermissen.

Dabei sind ausdrücklich nicht die jüngsten Neulinge gemeint, die selber und auch ihre Familien sicherlich von der Dauer der Veranstaltung etwas überrascht waren – sondern vielmehr die „alten Hasen“, die hier mit gutem Beispiel vorangehen sollten.

Sportlich gab es trotz der Niederlage viele positive Highlights. Besonders erfreulich war der Einsatz der oben erwähnten jüngeren Kämpfer, die mit Mut und Einsatz überzeugten. Technisch fiel unter anderem die Bedeutung der sogenannten „Kopfsteuerfunktion“ (ich weiß, das Wort ist doof) auf – ebenso wie der oft noch zögerliche Übergang in den Bodenkampf. Hier zeigten aber auch besonders die Anfänger wirklich gute Ansätze und Mut.

Hier steckt noch Entwicklungspotenzial für die anderen…

Ein echtes Glanzlicht setzte Leopold Röck : Als einer der leichtesten und jüngsten Kämpfer zeigte er den wohl schönsten Ippon des Tages – technisch sauber und beeindruckend ausgeführt.

Ebenfalls bemerkenswert war ein Punkt von Ludwig Homfeld, dessen Aktion bzw. das Aufschlagen des Gegners auf der Matte punktgenau mit dem Gong zum Kampfende zusammenfiel – ein perfektes Timing.

Insgesamt war es ein gelungener, wenn auch sehr langer Kampftag. Trotz eines nahezu reibungslosen Ablaufs und minimaler Verzögerung zog sich die Veranstaltung bis in den späten Nachmittag. Selbst der Kampfrichter hatte kaum eine Pause. Doch die Alternative wäre eine zusätzliche Auswärtsfahrt nach Passau gewesen – und so nahm man den langen Tag in der eigenen Halle gerne in Kauf.

Ein großer Dank gilt allen Helfern: den Eltern und Kindern für ihre Geduld, der Unterstützung am Kampftisch, beim Auf- und Abbau sowie beim Verkauf – insbesondere der Familie Kehlringer. Und nicht zuletzt auch allen fleißigen Bäckern, die für die nötige Verpflegung sorgten.

Fazit : Ein Kampftag mit starken Leistungen, wichtigen Erkenntnissen – und der klaren Richtung für die kommenden Wochen.

 

Oben : Juliana Matthes wirft Ippon.

Unten : Die Begrüßung der Kinder und Jugendlichen in der Halle

Ehrenamt mit Ausdauer

Josef Sellmaier aus Wang erhält Auszeichnung des Ministerpräsidenten

Moosburg/München –

Ehrenamtliches Engagement ist das Rückgrat vieler Vereine. Dass hinter diesem Engagement oft Menschen stehen, die scheinbar über ein ganz eigenes Zeitkontingent verfügen, zeigte sich nun erneut : Josef Sellmaier aus Wang bzw. der Sportgemeinschaft Moosburg wurde für seinen jahrzehntelangen Einsatz im Vereinsleben mit dem Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste im Ehrenamt ausgezeichnet.

Zuvor wurde die entsprechende Ordensanregung vom Bundespräsidialamt aus Berlin an die Bayerische Staatskanzlei übergeben, mit der Bitte das entsprechende Verfahren einzuleiten.
Andreas Seiffert, der erste Vorsitzende der Sportgemeinschaft Moosburg, in der Josef Sellmaier seit Jahrzehnten sein „Unwesen“ treibt, streitet nicht ab, an diesem Vorgang beteiligt zu sein…

Auch wenn dies anfänglich dem „Seppi“ etwas peinlich war.

Im Kuppelsaal der Bayerischen Staatskanzlei überreichte der Leiter eben dieser, 
Dr. Florian Herrmann, die Auszeichnung.

Das Ehrenzeichen ist ein sichtbares Zeichen des Dankes für Menschen, die sich über viele Jahre hinweg uneigennützig für das Gemeinwohl einsetzen.

Ein Beispiel dafür findet sich auch in Moosburg :

Josef ist seit Jahrzehnten eine feste Größe in der Judoabteilung der SG Moosburg und im gesamten Verein. Schon als Jugendlicher sammelte er auf der Matte Medaillen: oberbayerische, südbayerische und bayerische Titel gehörten über Jahre hinweg fast selbstverständlich zu seiner sportlichen Bilanz. Später folgten Kämpfe auf deutscher Ebene sowie ein besonderer Höhepunkt : der Titel Deutscher Meister Ü30, den er 2012 in Berlin erringen konnte.

Auch im Mannschaftssport machte er sich einen Namen; für die SG Moosburg kämpfte er sowohl in der zweiten Bundesliga als auch später in der ersten Bundesliga – ein Niveau, das nur wenige Judoka erreichen.

Doch im Verein ist Josef längst nicht nur als erfolgreicher Sportler bekannt. Seit mehr als zwei Jahrzehnten engagiert er sich in zahlreichen Funktionen : als Abteilungsleiter der Judoabteilung, als Trainer, als Mitglied im Vereinsbeirat und als zuverlässiger Organisator im Hintergrund.

Im Vereinsalltag hat sich deshalb ein einfacher Grundsatz etabliert :

Wenn etwas fehlt, nicht funktioniert oder kurzfristig organisiert werden muss, heißt es oft nur noch : „Frag den Josef.“ Und erstaunlich oft hat er tatsächlich genau das, was gebraucht wird – manchmal sogar gleich in mehreren Varianten.

Die Geschichten darüber sind im Verein inzwischen legendär.

Umkleideschränke aus Altbeständen der heutigen DFS, die noch zu Zeiten der Bundesanstalt für Flugsicherung angeschafft wurden, vom Flughafen abholen ? Josef begleitet den Vorsitzenden Andreas Seiffert beim Transport der wuchtigen Dinger, hat den Hänger organisiert und packt mit an.

Eine kaputte Halterung, ein fehlendes Verlängerungskabel oder ein Drucker, der mitten in der Nacht neuen Toner braucht ? Josef weiß Rat – oder hat das Problem längst selbst gelöst.

Damit ist er für viele Vereinsmitglieder nicht nur der Mann fürs Material, sondern zugleich Gedächtnis, Netzwerk, Notfallkontakt und Vereinsarchiv in Personalunion.

Dass diese Ehrung nun auch auf Landesebene erfolgt, überrascht daher in der SG Moosburg kaum.

Bereits im vergangenen Jahr würdigte der Verein sein Engagement :

Nach dem einstimmigen Beschluss des Vereinsrates im Sommer wurde er bei der Ehrungsfeier im September 2025 unter großem Applaus zum Ehrenmitglied der SG Moosburg ernannt.

Damals wurde vom Vorsitzenden (der übrigens regelmäßig selber mit seinem „Seppi“ auf der Matte steht) in der Laudatio augenzwinkernd festgestellt, ein normaler Tag habe bei ihm vermutlich 48 Stunden und ein Jahr rund 1000 Tage. Denn neben seinem Einsatz im Verein führt Josef noch ein ebenso arbeitsreiches Leben : Gemeinsam mit seinen Eltern betreibt er einen landwirtschaftlichen Hof, arbeitet bei Clariant und ist Familienmensch mit seiner Frau Christine sowie Vater von zwei Teenagern.

Die wichtigste Frage des Abends blieb daher auch damals unbeantwortet :

Wann schläft dieser Mann eigentlich ?

Mit der Auszeichnung des Freistaats Bayern erhält sein Engagement nun eine weitere offizielle Anerkennung.

Für die SG Moosburg steht ohnehin längst fest :

Wenn jemand den Geist des Ehrenamts verkörpert, dann Josef.

Die Auszeichnung nahm er bei strahlendem Sonnenschein in Begleitung seiner Frau, des Vereinsvorsitzenden sowie des Bürgermeisters seiner Heimatgemeinde Wang, Herrn Markus Stöber und des Landrates des Kreis Freisings Helmut Petz entgegen.

 

Oberbayerische Meisterschaft der U13

Starker Kampfgeist trotz Rückschlägen – Moosburger U13 holt vier Podestplätze bei Oberbayerischer Meisterschaft

Kaum waren die Winterferien Geschichte, ging es für die U13-Kämpfer direkt ans Eingemachte :
Bei der Oberbayerischen Meisterschaft in Fürstenfeldbruck wartete die erste große Standortbestimmung der Saison – und die Moosburger Judoka lieferten ab.

Mit elf motivierten Nachwuchskämpfern reiste das Team an. Die Organisation vor Ort lief wie am Schnürchen, die Begrüßung pünktlich auf die Minute. Auf der Matte allerdings wurde schnell klar : 

Heute würde nichts verschenkt werden.

Ein bitterer Auftakt aus Moosburger Sicht: Theo erwischte keinen optimalen Start in die Hauptrunde und musste früh eine Niederlage hinnehmen. Doch wer glaubt, damit war Schluss, kennt den Kampfgeist der jungen Judoka nicht. In der Trostrunde kämpfte er sich zurück, bevor ein unerlaubter Angriff auf die Halswirbelsäule seinen Lauf jäh stoppte – ein schmerzhafter Moment.

Auch Jakob Funk brauchte zunächst einen Weckruf. Nach verhaltenem Beginn zeigte er in der Trostrunde sein wahres Gesicht und sicherte sich mit beeindruckender Moral Platz drei. Auf dem Weg dorthin kam es sogar zum vereinsinternen Duell mit Simon Findelsberger – Jakob war klarer Sieger.

Besonders hervorzuheben : Maxi Altenbeck und Furkan Ünder, die mit unermüdlichem Einsatz und starkem Auftreten überzeugten. Maxi zeigte Kampfgeist und Furkan musste wegen Punktgleichheit von seinem Pool sogar 2x gegen den gleichen Gegner antreten. Fußfeger sind selten in dieser Altersklasse – Furkan verbuchte einen davon wortwörtlich umwerfend mit Ippon auf seiner Seite.

Ebenso präsentierten sich Jakob Kögler, Leo Fekete und Tomoru Grieser kampfstark und entschlossen. Felix Stapelfeld stellte sich mutig deutlich größeren Gegnern – auch wenn es diesmal nicht für ganz vorne reichte.

Ein echtes Handicap : Gleich fünf Moosburger starteten in derselben Gewichtsklasse. Mehr interne Konkurrenz geht kaum – und sie kostete wertvolle Medaillenchancen. Dennoch setzte Lukas Funk ein Ausrufezeichen : Mit starken Kämpfen zog er ins Finale ein und krönte sich zum Vizemeister. Die Finalniederlage ? Kurz. Schmerzlos. Und Motivation für mehr.

Auch Ludwig Homfeld, der erfahrenste Kämpfer im Team, bewies einmal mehr Übersicht und taktisches Geschick. Zwar blieb ihm ein Podestplatz verwehrt, doch sein kluges Einsetzen neu erlernter Techniken zeigte : Hier wächst Qualität heran.

Die Bilanz kann sich sehen lassen:

  • 🥈 2. Platz: Lukas Funk
  • 🥉 3. Plätze: Tomoru Grieser, Jakob Funk und Furkan Ünder
    1. Platz: Felix Stapelfeld

Fünf Moosburger auf Qualifikationsplätzen – und damit das Ticket für die Südbayerische Meisterschaft am kommenden Samstag in Mitterfels gelöst.

Die Richtung stimmt. Der Kampfgeist auch. Und die nächste Herausforderung wartet bereits.

Andreas

Oben : 
Lukas wirft

Unten : 
Lukas wirft noch mal… 🙂 

Siegerehrung der Klasse bis 34 kg