Schülerrandori 2024 – Erster Akt

2024 – Niederbayerisches Schülerrandori

Erster Wettkampf im Neuen Jahr – Neuer Versuch gegen die Kampfgemeinschaft aus Niederbayern

Unsere Kids waren seit den Weihnachtsferien erst ein oder zwei Mal beim Training – und dennoch stand gestern gleich der erste Kampftag gegen die Kampfgemeinschaft aus Wörth, Neutraubling und Ensdorf an.
Geschuldet war dies den wenigen möglichen Terminen, wenn man versucht Judokas aus Oberbayern und Niederbayern unter einen Hut zu bringen, die jeweils verschiedene Meisterschaftstermine haben etc.

Insgesamt waren damit nicht die besten Voraussetzungen geschaffen, um gegen eine Mannschaft anzutreten, die auch in der Vergangenheit recht stark war.

Aber die Stärke ist letztlich auch kein Kunststück, wenn man aus drei Vereinen – die mehr als 100km voneinander entfernt ihre Heimat haben – eine Mannschaft bildet und dabei die große Auswahl nutzt.

Wir Moosburger wiederum traten nur mit eigenem Nachwuchs an. Und zwar deutlich gesagt : Mit Nachwuchs !

Klar hatten auch wir erfahrene Sportler dabei wie Sebastian oder Nikolas, aber allein vier aus unserer Mannschaft waren gestern das erste Mal überhaupt dabei.

Insofern hat uns das Ergebnis von 7 zu 18 am Ende nicht überrascht; aber die Deutlichkeit schon etwas geärgert. Gerade unsere halbwegs erfahrenen Wettkämpfer waren anscheinend aus den Ferien noch nicht ganz raus und stolperten teilweise vorwärts in den gegnerischen Wurf hinein. Schade, da wäre mehr drin gewesen.

Aus das Rumheulen und Diskutieren noch auf der Matte wegen vermeintlich unfairer Entscheidungen der noch sehr jungen Kampfrichterin (und die Entscheidungen waren in diesem Falle goldrichtig !), sollte im letzten Jahr der U13 definitiv nicht mehr vorkommen.

Das ist erstens nicht regelkonform zweitens so oder so sinnlos und irgendwie unnötig peinlich… 🙂

Bei offiziellen Meisterschaften und / oder in höheren Altersklassen ist dafür glattweg eine Disqualifikation zu erwarten.

Jetzt aber mal das Positive :

Überrascht hat mich persönlich am meisten unsere leichteste, die Vanessa. Zwar ging ihr Blick zu oft statt zum Gegner zur Mama am Mattenrand, aber am Ende konnte sie mit Mut und „Ausprobieren“ sogar einen Punkt zu unserem Ergebnis beisteuern ! Cool !

Auch Juliana und Xenia kämpften gewohnt gut und wurden dafür auch belohnt.

Bei den Jungs war es im Grunde genommen durchwachsen, ohne hier einzelne besonders hervorheben zu können.

Bis auf einen :

Am Ende der beiden Begegnungen stand jeweils unser Ältester und damit „Mannschaftskapitän“ Ludwig Russ auf der Matte. Er musste sich der Hannah Kellner aus dem niederbayerischen Nachwuchskader allerdings 2x recht zügig geschlagen geben.
Aber definitiv nicht sang- und klanglos, sondern mit guten Versuchen. Auch setzte er im zweiten Kampf das um, was ich ihm nach dem ersten Kampf als Tipps gegeben hatte.

Es stellt sich aber die Frage, ob sie bei einem Schülerrandori, das vom Prinzip her den Nachwuchs an das Kämpfen heranführen soll, nicht eh etwas fehlplatziert war…

Im Kopf derjenigen bei uns, die letztes Jahr bei unserer ersten Begegnung mit dieser Kampfgemeinschaft dabei waren, war auch immer noch die Erinnerung an die damalige Unsportlichkeit der Mannschaft.

Wir hofften dieses Mal einfach auf bessere Verhältnisse – und was die Organisation und große Teile der Wettkämpfe anging, wurden wir auch nicht enttäuscht.

Es stand nicht mehr der eigene Trainer als Kampfrichter auf der Matte und es gab auch keine kampflosen Siegpunkte.
Auffällig war aber bei den höheren Gürteln erneut das unsportlich taktische Verhalten – am Anfang des Kampfes wurde schnell mal „oben rüber“ gegriffen und der Kopf in den Schwitzkasten genommen; aus der Situation heraus dann ein schneller Wurf nach vorne und eh die Kampfrichterin unterbrechen konnte, flossen die ersten Tränen.
Klar, eine verbotene Handlung – aber keine, die zur Disqualifikation führt; erst recht nicht beim Schülerrandori, wo wir uns im Vorfeld darauf geeinigt hatten, lieber mehrfach zu ermahnen und zu belehren, statt zu bestrafen.

Aber die Irritation unserer Kids in dem Moment ausnutzend ging es dann weiter im gleichen Kampf.

Fair ist echt anders.

Ebenfalls ist Seppi und mir am Mattenrand mehrfach deutlich die Kinnlade runtergeklappt, als wir mit ansehen mussten, wie die Gegner am Boden versuchten, die Bauchlage unserer Kids zu lösen und umzudrehen –> ein beherzter Griff von hinten um den Nacken, den Arm miteingeklemmt (damit soweit regelkonform) und dann ein schneller Sprung auf die andere Seite, um den Gegner umzudrehen durch Zug & Drehen am Nacken.

Nichts anderes, als ein Genickhebel nennt man so etwas !

Ja, Judo ist ein Kampfsport. Aber einer, bei dem der Gegner auch immer ein Partner ist. Das gegenseitige Verbeugen am Anfang drückt diesen Respekt aus. Da hat solch eine Aktion auf der Matte nichts verloren.

Die Kampfrichterin hatte aber weder die Chance schnell genug einzugreifen, noch war sie erfahren genug, um die Situation in dem kurzen Moment überhaupt erfassen zu können.

Das kann man ihr nicht vorwerfen !

Es bleibt aber ganz klar die Frage : Warum wird so etwas überhaupt beigebracht ??? Welcher Trainer, der das Prinzip des Judos verinnerlicht haben sollte, macht so etwas ?

So, und obwohl ich mir fest vorgenommen hatte, dieses Jahr nicht derart tiefgehend mich darüber aufzuregen, ist es jetzt halt doch passiert. 😊

Macht nichts. Denn im Großen und Ganzen haben UNSERE Kids das toll gemacht.

Sie waren zumindest voll motiviert und fair dabei und wenn dann erst einmal die nächsten Trainingseinheiten rum sind, werden auch die kleinen Schrittfehler etc. nicht mehr vorkommen.

Wir schauen also ganz positiv gestimmt auf den nächsten Kampftag gegen die Kampfgemeinschaft aus Landshut & Kronwinkl. Ebenso wird Deggendorf zu Gast sein.

Traditionell faire, sportliche und freundschaftliche Kämpfe, auf die wir uns am 27. Januar ab 10 Uhr in der eigenen Halle freuen.

Die Stimmung neulich passte auch, der Teamgeist war zu spüren (…ausbaufähig, weil sich noch nicht alle untereinander kennen) und auch die Pizza in der Halle am Ende des Tages hat noch einmal gemeinsam allen geschmeckt.

Jungs & Mädels : Weiter so. Auf zum Training ! Es warten noch viele Gegner !

Die Stimmung war gut – Fritzi war als moralische Unterstützung dabei (weil selber zu alt und eh angeschlagen derzeit) und auch Ludwig war nach den Kämpfen immer noch und wieder gut drauf.

erneute Graduierung

Krankheitsbedingt fallen momentan recht viele auch unserer Sportler immer mal wieder aus, so dass es bei manch einer Graduierung häppchwenweise vorangeht.
Aber gestern war es mal wieder soweit und zwei weitere Weißgurte von den Erwachsenen haben jetzt mal einen gelben Streifen auf dem Gürtel.

Glückwunsch !

Andreas

 

Kyu-Prüfung bei den Kids

Zur letzten Prüfung im Sommer hatten nicht alle Kids Zeit, waren krank oder einfach noch nicht lang genug beim Judo, um schon an die nächste Gürtelprüfung denken zu können.
Jetzt im Herbst aber konnten wir die Zeit ohne Wettkämpfe nutzen, um auch in der ersten Freitagsgruppe bei den Gürtelfarben „glatt zu ziehen“ und alle auf den gleichen Stand zu bringen.

Fleißiges Training vorher und Konzentration am Tag der Graduierung führten dann auch zum gewünschten Ergebnis, so dass wir nun acht neue Gelbgurte in unseren Reihen begrüßen können.

Glückwunsch von Euren Trainern und danke an Prüfer Hansi.

Auch Erwachsene Judokas wurden graduiert

…in den Berichten über die Judoabteilung der SGM Moosburg überwiegen ja (abgesehen von den Berichten über die Landesliga der Männer) doch eher Informationen aus dem Kinder- und Jugendbereich.

Aber auch die Erwachsenen sind aktiv : Bei weitem nicht alle in der Mannschaft als aktive Kämpfer, aber durchaus im „normalen“ Vereinsleben und beim wöchentlichen Training. Breitensport eben, wie er in jedem Verein eine solide Grundlage bildet.

So konnten wir vor einiger Zeit ein paar Eltern neu bei uns begrüßen, die es ihren Kids nachmachen und vom in der Region ebenfalls angebotenen und unserem Sport nur entfernt ähnlichem Yudo (ja, mit Y…) zu uns, zum richtigen Judo gewechselt sind und nun seit ein paar Monaten echte Mattenluft und japanischen Kampfsport schnuppern.
Da war es gestern dann an der Zeit für die ersten Graduierungen – Zeit, für den weißgelben Gürtel. Aber auch dieser vermeintlich kleine Schritt ist nicht zu verachten, werden doch bei dieser Graduierung bereits die wichtigsten Prinzipien des Judos „abgefragt“ – angefangen beim gegenseitigen Respekt und der Etikette des Verbeugens.

Demonstriert haben beide natürlich auch einen Wurf und einen Haltegriff; Thomas etwas zu Inges Leidwesen gleich mal als ordentlichen Übergang vom Werfen zum Halten mit Einsatz des gesamten Körpers. 🙂
Aber die gut beherrschte Fallschule sorgte auch hier für einen verletzungsfreien Ablauf trotz des Überraschungsmoments.

In diesem Sinne Glückwunsch und Rei !

Andreas

 

Inge kam vom Yudo zu uns zum Judo, Thomas hat das Judo zusätzlich
zum Karate für sich entdeckt. In der Mitte Trainer Joe.

Neuer Dan-Träger im Verein

Vor nicht ganz zwei Jahren – in der langsam ausklingenden Zeit der Corona-Einschränkungen –  begannen einige Sportler der Abteilung sich auf eine Dan-Prüfung vorzubereiten.
Dann kamen diverse terminliche Probleme dazwischen : Schichtdienst, bei manch einer der zeitintensive Job nach dem Studium, langwierige Verletzungen oder eine Schwangerschaft. Am Ende ist das gemeinsame Vorbereitungstraining dann leider nahezu komplett eingeschlafen.  

Sebastian Lorenz aber gab sich mit dieser Situation nicht zufrieden und trainierte fleißig und mehrmals pro Woche weiterhin mit seiner Partnerin vom FC Schweitenkirchen. Am Ende der bayerischen Sommerferien nahmen sie dann schließlich gemeinsam an einem Lehrgang des Hessischen Landesverbandes teil und legten dort auch gleich den ersten Teil der Prüfung erfolgreich ab.

Dann kamen noch einmal zwei Monate intensiver Vorbereitung auf die Nage-No-Kata, die sie letztlich  am vergangenen Wochenende im Rahmen der offenen Bayerischen Kata-Meisterschaft in Mitterfels der Bewertungskommission demonstrieren konnten.

Und es hat gereicht !

Wir gratulieren somit Sebastian Lorenz zu seinem 1. Dan, dem Sho-Dan !

 

Erfolgreicher Abschluss der Saison – Jugendmannschafft erneut unter den Top 3

Am gestrigen Samstag fand in Mitterfels der Abschlusslehrgang der Schülerliga 2023 statt. Bei diesem Format trafen sich dieses Jahr Kinder und Jugendliche aus insgesamt 14 Vereinen der Oberpfalz, Niederbayerns und Oberbayerns, um an insgesamt vier Kampftagen mit jeweiliger Hin- und Rückrunde bei Mannschaftskämpfen Erfahrung zu sammeln, sich gegenseitig anzufeuern und Turnierluft beim Judo zu schnuppern.
Auch, wenn diese Punkte der eigentliche Sinn dieses „Randoris“ sind, steht natürlich auch das Gewinnen selber schon mit auf der Wunschliste. Und dabei konnten sich die Kids der U9 bis U15 aus Moosburg ganz gut behaupten.
Erwartungsgemäß mussten wir uns dem TSV Abensberg geschlagen geben (wenn auch knapper, als diese es wartet hatten…) und eine Kampfgemeinschaft aus gleich drei Vereinen aus der Oberpfalz schaffte es auch während der Ferienzeit am damaligen Kampftag mehr „Material“ auf die Matte zu stellen als wir. Der Bericht befindet sich ja auf der Homepage.
Insofern ist der dritte Platz nun mehr als verdient, durch ehrliche Arbeit und schönes Judo gerechtfertigt und absolut zu loben !

Beim gestrigen Lehrgang mit dem Medaillengewinner Sebastian Seidl (3. Platz bei den Olympischen Spielen in Tokyo 2021) konnten die Kids noch einmal allerhand lernen, während im Nebenraum die Trainerbesprechung stattfand und es dann zur Siegerehrung ging.

Noch ein paar Pommes etc. und ein Eis während der Heimfahrt rundeten den Tag ab.

Wir Trainer sagen Danke für Euren Einsatz und wünschen Euch auch weiterhin viel Erfolg beim Judo.
Die nächste Runde der Liga startet im Februar !

 

Andreas

Oben : volle Matte in Mitterfels
Unten : Als Geschenk gab es für alle Teilnehmer aus Moosburg eine Brotdose aus Edelstahl mit Logo und Aufdruck.

Oben : Leider hatten zum Lehrgang nicht alle Zeit, so dass auf dem Bild ungefähr die Hälfte fehlt.
Unten : Unser kleinster Teilnehmer Jakob durfte den Pokal im Empfang nehmen.

Ein Haufen bunter Gürtel…

Nebst der Vorbereitung auf allerlei Wettkampfe in der ersten Jahreshälfte 2023 war auch klar : Im Sommer sollten die alten Gürtel mal wieder die Besitzer wechseln….
So bereiteten sich die Kids der beiden Freitagsgruppen von Trainer Andreas, Georg und Tom intensiv vor und konnten dann im Juli – abschließend im gemeinsamen Training am 29. Juli Prüfer Johann Grabichler zeigen, was sie gelernt hatten.
Allerlei Eindrehtechniken zur Hauptseite, zur Gegenseite, Übergänge vom Werfen zum Halten oder Fußtechniken waren ebenso dabei, wie diverse Haltegriffe (immerhin ab gelb-orange schon acht Stück !), Hebel, Befreiungen und Anwendungsaufgaben.
Wir gingen alles der Reihe nach durch und jeder „übte“, besser demonstrierte mit. Am Ende hatten damit alle mehr gezeigt, als eigentlich für ihren neuen Gürtel nötig ist… aber die Stimmung auf der Matte und die Disziplin der Kids gab es an dem Tag einfach her, auch mit über 20 Kindern (wohlgemerkt in den FERIEN am WOCHENENDE. WOW ! Das ist Einsatz !) das Programm bis zum orange-grünen Gürtel durchzuziehen.
Letzteren dürfen sich nun unsere alten Hasen Felix & Benedikt Praha sowie Florian Zapf umbinden. Die drei sind quasi das Urgestein dieser Gruppe und zeigten in den letzten Monaten immer mehr Verständnis für Judo und vor allem Trainingseifer.
Und das Gezeigte konnte sich bei allen sehen lassen. Bei Prüfungen sind ja durchaus mal „Hänger“ üblich; hier aber war so etwas nicht zu beobachten. Ein großes Dankeschön daher auch im Namen von uns als Trainern –> immerhin habt ihr uns nicht nur etwas stolz gemacht, sondern auch gezeigt, dass die Arbeit sich gelohnt hat.
Bestanden haben übrigens alle. 🙂

Allen herzlichen Glückwunsch und bleibt dabei !

Wir sehen uns entweder am 7. August zum Ferientraining oder frisch erholt eben nach den Ferien zur gewohnten Zeit.

Euer Andreas

Oben : Umdekorieren nach der Prüfung
Unten : Fiona Pettersen mit ihrem neuen Gürtel


Oben : Unsere drei neuen Orange-Grünen. Benedikt & Felix Praha sowie Florian Zapf.
Unten : Alle Prüflinge samt Trainer Andreas Seiffert & Georg Hobmaier (rote Hosen) und Johann Grabichler als Prüfer (dritter von rechts).

Grandioser Abschluss der Schülerliga

Vier Siege an einem Tag !

Am vergangenen Wochenende trafen sich bei uns in der SGM-Sportanlage die Judokas der U9 bis U15 aus unserem Verein, dem TSV Mitterfels sowie der Kampfgemeinschaft aus TV64 Landshut und Vilsbiburg, um den letzten Kampftag der Schülerliga 2023 zu absolvieren.

Das Programm war gut gefüllt, galt es doch an einem Tag jeweils die Hin- und Rückrunde zu kämpfen – bei drei Anwesenden Parteien sind das dann immerhin schon sechs Begegnungen. Und die hatten es in sich, da jeder Verein recht gut bestückt auftrat, so dass wir pro Begegnung zwischen 14 und 21 Kämpfe zu absolvieren hatten. Ein Dank auch an unseren Kampfrichter Roman und oben auf der Galerie natürlich an Familie Kehlringer und Steffi für die Bewirtung.

Um Punkt zehn Uhr begann Hansi mit dem Aufwärmprogramm im Dojo, während ich mit den anderen Trainern zusammen schnell noch einmal die Wettkampflisten durchschaute. Währenddessen baute Josef zusammen mit einigen Eltern und den Damen vom Zumba (die genau passend ihr Training an dem Tag in der großen Halle beendeten) die Wettkampffläche auf.

Es konnte losgehen !

So unterschiedlich die Vereine doch waren, so unterschiedlich die Kids (in der Schülerliga sortieren wir nur nach Gewicht und nicht nach Graduierung oder Altersklasse) doch waren, so harmonisch lief es dann aber am Ende ab. Natürlich traf hier und da mal eine Paarung aufeinander, die gar nicht passte. Aber darum geht es ja : Erfahrung, nicht Ergebnis zählen.
So konnte Fritzi mit ihrem fast zehn Kilo schwereren ersten Gegner (was sich in mehr als einem halben Kopf Höhe äußerte) nicht viel anfangen, hat sich aber gut geschlagen. Auch unserem Wettkampfneuling Valerio erging es im letzten Kampf ähnlich : Er selber mit seinem weißgelben Gürtel in der U13 traf auf eine Gegnerin mit orange-grün aus der U15. Aber er hat ihr das Leben schwer gemacht und sich gut geschlagen.

So könnte es jetzt tatsächlich der Reihe nach weitergehen…. denn der Tag lief bestens für uns ! Alle kamen zum Zug, niemand verletzte sich und keiner musste sich über seine Leistungen ärgern. Durchweg schönes Judo bekamen wir zu sehen und man konnte ganz deutlich erneut erkennen, dass sich Training eben lohnt.
Auch wenn unsere „Weißgelben“ noch ganz neu dabei sind – Trainingseifer über ein halbes Jahr macht sich ganz schnell bemerkbar.

Nun aber die Ergebnisse :
Wir konnten gegen den TSV Mitterfels mit 15:3 und 11:2 gewinnen und gegen die Kampfgemeinschaft aus Landshut und Vilsbiburg mit 6:2 und 7:4.

Wow ! Eine tolle Leistung, die uns am Ende in der Tabelle mindestens den dritten Platz sichern wird. Das endgültige Ergebnis hängt noch von den anderen Begegnungen der anderen Vereine ab. Wir (Ihr !!!) haben auf jeden Fall unser Bestes gegeben !

Und ganz ehrlich : Weder den traditionell starken TSV Abensberg, noch die „Riesenkampfgemeinschaft“ aus Ensdorf, Wörth und Neutraubling kann ich persönlich als Konkurrenten ernst nehmen. Ersteres nur als Ansporn, noch mehr zu geben, bei Letzterem ist es doch aber ein wenig wie beim Fußball –> Dort kauft Geld die Leistung in Form von Spielern ein. Bei denen wurde nun einfach eine schon geographisch riesige Kampfgemeinschaft gebildet, die am Ende durch pure Masse (und allerlei anderes…) die Gegner besiegt. Genug aber davon. Der Artikel von April ist geschrieben und die Erinnerung rutscht langsam immer weiter nach hinten… 🙂
Und wir können stolz sagen, dass bei uns alle Kämpfer aus einem Verein sind. Alle eigenes Gewächs und ohne fremde Düngung. 🙂

Jetzt aber sind diese vier Siege vom Wochenende natürlich eine Mannschaftsleistung und es war im Laufe des Jahres auch toll zu sehen, wie aus Euch immer mehr eine Mannschaft wurde (letztlich auch dank der Rückenaufnäher von Fam. Friedrich – Danke !). Aber ich komm‘ nicht drum herum, doch am Ende noch einmal einzelne zu erwähnen :

Fritzi – sie hatte die letzten Jahre nie richtig Lust aufs Kämpfen. Judo war für sie eher Breitensport. Aber die ersten Siege dieses Jahr weckten doch den Ehrgeiz und das zeigte sich in der Leistung. So konnte sie dann ihre Karriere (die altersbedingt dieses Jahr in dieser Liga endet) in der Schülerliga mit einem fantastischen Ippon abschließen. Weiter so dann in der U18 bitte !

Unsere „Kleinen“ : Jakob, Felix Stapelfeld und Pusl, Ludwig – alle genial und voll motiviert.

Sebastian Friedrich : Auch wenn es nicht immer zum Sieg reicht (an diesem Tag aber schon), war bei ihm die größte Steigerung im letzten halben Jahr zu sehen. Das beim Judo so wichtige Köpfchen kam immer mehr zum Einsatz, was sich bei ihm schon dadurch zeigte, dass seine Kämpfe (zumindest von ihm) mit einem starken und meist passenden Kampf um den Griff begannen.

Oder unsere beiden Prahas : Felix und Benedikt sind seit etlichen Jahren bei mir beim Training die Fleißigsten. Sie sind eigentlich immer da und machen gut mit. Dieses Jahr konnten wir sie auch motivieren, verstärkt an den Kämpfen teilzunehmen. Mit Erfolg ! Betrachte ich mir die Statistik der ganzen Kampftage, ist Benedikt unser erfolgreichster Kämpfer ! Gleich nach ihm kommt dann Kilian, und dann schon sein Bruder Felix.

Jungs und Mädels, weiter so ! Alle !

Unsere Gästen sagen wir an dieser Stelle noch Danke für die tollen Kämpfe, aber vor allem für das sportliche Verhalten der Kids auf der Matte, der Trainer am Mattenrand und auch das unkomplizierte Drumherum mit den Listen etc.

Als nächstes steht nun noch die Siegerehrung beim Abschlusslehrgang am 23. September in Mitterfels an.

Euer Andreas

Schwarze Hosen der TSV Mitterfels, roten Hose die Landshuter und Vilsbiburger
und im tradiotionellen Weiß die Moosburger – während der Begrüßung durch Hansi. 

Ranglistenturnier für unsere U15 und U18 in Palling

Ein paar Jugendliche unserer Abteilung nahmen gemeinsam mit ihren Trainern den Weg quer durch halb Oberbayern auf sich, um einen Teil des Wochenendes in Palling zu verbringen. Dort wurden sie von einer angenehmen Atmosphäre und guter Organisation erwartet, so dass man sich voll und ganz auf den sportlichen Teil des Tages konzentrieren konnte.

Am Ende war der zwar durch allerlei Umstände nicht so erfolgreich wie erhofft, aber dennoch ordentlich. Schließlich ist so ein Ranglistenturnier keine Hinterhof-Veranstaltung im Nachbardorf, sondern ein – offenes – Turnier, bei dem sich unter anderem auch alles blicken lässt, was sich im Oberbayern-Kader Hoffnungen auf eine sportliche Zukunft macht.

Sebastian als jüngster und fast leichtester Teilnehmer des Tages musste einsehen, dass die wettkampferfahrenen Jungs der U15 ihm etwas voraus sind. Zwar konnte auch er schöne Wertungen erzielen und seine Techniken waren durchaus dem Niveau würdig, aber es fehlte noch etwas an Taktik / Griffkampf und Routine. Aber dafür waren die Jungs ja da.
Ludwig auf der anderen Matte erging es ähnlich, wobei Trainer Hans hier dennoch auch zufrieden war.

Gleich im Anschluss gingen die Mädchen an den Start. Von uns war nur Friederike (Fritzi) dabei und konnte zeigen, dass sie durchaus schon Erfahrungen aus der Vergangenheit mitgebracht hatte. So wurde ihr Ansatz für einen O-Uchi-Gari erst in letzter Sekunde durch etwas Glück und eine Unachtsamkeit Fritzis in eine Wertung gegen sie verwandelt.
Einen anderen Kampf konnte sie nach wenigen Sekunden mit einem beherzten Griff und Wurfansatz mit eben genau dieser Technik gewinnen. Die Punkte aus diesem Kampf sicherten ihr am Ende immerhin den dritten Platz.

Am Nachmittag waren unsere beiden größten Jungs dann dran. In der U18 starteten Marco und Jacob. Letzter konnte sich mit einigen Wertungen auf der Matte gut behaupten und teilweise einen Rückstand sogar wieder einholen. Aber auch hier kam die berühmte Unachtsamkeit seinerseits am Ende zum Tragen, so dass er selber auf der Matte landete. Ippon für den Gegner.
In einem letzten Kampf traf er auf einen starken Gegner, der leider viel zu schnell Erfolg mit seiner Technik hatte.

Bleibt noch Marco übrig : Er konnte seine ersten beiden Kämpfe vorzeitig mit einem Ippon gewinnen, bevor er sich bei seinem dritten Kampf an der Schulter verletzte und ausscheiden musste. Den Rest des Tages verbrachte er zur Untersuchung im Krankenhaus…. –> Scheint zum Glück nur eine Prellung des Schultergelenks zu sein (was aber nicht wirklich schmerzlos ist…) –> Gute Besserung !

Andreas, Angelika und Hansi