Wir wollten die diesjährige Gürtelprüfung bereits vor den Sommerferien durchführen. Leider aber kamen uns ein paar Tausend Liter Wasser dazwischen, die unseren Hallenboden unbrauchbar machten, der ja nun seit einiger Zeit eine größere Baustelle ist. Für die beiden Wettkampfgruppen haben wir aber dennoch entschieden, eine gemeinsame Prüfung zu machen inkl. „Rahmenprogramm“.
Los ging es also vor rund 50 Zuschauern für die Kids um 17 Uhr.
Alle zusammen auf der Matte. Auf unseren notdürftigen 81 Quadartmetern oben auf der Galerie…
Zuschauer, die nicht die Beine angezogen hatten auf den Bänken am Rand waren so dicht, dass sie quasi auf der Matte waren.
Es starteten unsere neuesten Mitglieder, die den 8. Kyu, den weißgelben Gürtel erwarben.
Da ALLE anderen das Programm davon ja auch noch können mussten und es in den Bereich „Vorkenntnisse“ fällt, machten auch alle mit. Entsprechend voll und etwas chaotisch war es auf der Matte auch.
Aber es wurde von Farbe zu Farbe leerer auf der Matte, so dass die „Großen“ bei ihren Techniken später mehr Platz hatten – damit aber auch mehr Aufmerksamkeit der Zuschauer und Augen der Prüfer.
Als Trainer muss ich hier anmerken : Leute, beim Training sah die Sache ordentlicher aus…
Schade, dass gestern irgendwie schlampig versucht wurde, möglichst schnell fertig zu sein. Dabei hatte nur Hansi als Prüfer etwas Zeitdruck. Nicht ihr.
Und Ihr braucht Euch nicht verstecken ! Ihr könnt es !
Aber egal wie :
Ausgereicht hat es allemal.
Denn extra eingeflogen hatten wir für die höheren Gürtel wie gesagt Hansi als Prüfer – und auch er hat am Ende alles Gesehene abgenickt.
Daher Glückwunsch an alle Kinder & Jugendlichen, die nun einen neuen Gürtel um den Bauch haben !
Und etwas Stolz ist schon dabei, wenn einige der Kids jetzt seit über fünf Jahren dabei sind und nun schon mit dem blauen Gürtel rumlaufen. Cool !
Leider muss aber auch ein wenig Negatives erwähnt werden…
Ja, obwohl wir uns beeilt haben – z.B. musste auch ja wie erwähnt Hansi um 18:30 wieder weiter, was am Ende das Programm etwas straffte und die Gelassenheit der Demonstration etwas in Mitleidenschaft zog – hat es dennoch gut über eine Stunde gedauert. Da sollte man aber schon mal stillsitzen und zuschauen können, gerade wenn interessantes Judo der Großen gezeigt wird. Das hat bei den meisten, aber leider nicht allen geklappt. Bei fast allen hat es aber auch geklappt, sich außerhalb der Matte zu benehmen und nicht unsere Fliesen in der Umkleide mit Edding zu dekorieren…
Leider nicht bei allen.
Leute, wundert euch bitte nicht, wenn das noch während der Veranstaltung für echt schlechte Laune sorgt !!!
Klar, war ein Einzelfall. Und derjenige hat sich später auch noch gemeldet. Aber geschehen ist es nun einmal.
Ebenso waren wir als Jugendleitung etwas betrübt, dass wir die Prüfung als größeres Event mit Pizza, Film, Hallenübernachtung und Frühstück geplant hatten und dennoch gut die Hälfte der Teilnehmer und viele ziemlich spontan (ca. 30 Minuten vorher…) angekündigt hat, doch spätestens nach dem Film ins heimische Bett zu verschwinden.
Aber hey, gar kein Problem ! Mehr Nutella für mich beim Frühstück ! 😊
Ach ja, was die Menge des Essens angeht :
Wir waren zum Abendbrot ca. 35 Leute. Manche Kinder zählen nur halb, andere Betreuer doppelt. Grins.
Hochmotiviert bestellten wir also nach genauer mathematischer Betrachtung (wie viele Quadratzentimeter hat eine normale Pizza –> wie viele eine Partypizza –> Hochrechnung auf 35 Leute) am Ende sechs Partypizzen.
Und als die alle waren noch einmal zwei… und als die alle waren, mussten dann Nachos, Chips, Salzstangen und Erdnussflips herhalten.
Kurzum : Der Abend jedenfalls wurde auch sehr nett.
Mit Einverständnis aller Eltern schauten wir einen Film, der laut Einstufung eher für Größere war; überzeugt davon, mit diesem Klassiker mit Robin Williams nicht verkehrt zu liegen.
Ein paar der Kleineren fanden den Anfang dann doch etwas gruslig, tauten dann aber auf und haben kuschelnd bis zum Ende mitgeschaut. Denn spätestens als die Affen aus Jumanji das Polizeiauto nicht nur einmal etwas überstrapazierten oder in die Luft jagten, wurde mehr gelacht als gebibbert.
Danach verschwanden manche im Bett während die andere Hälfte noch Werwolf spielte.
Um Mitternacht wurde es ruhiger in der Halle und war nur noch begleitet von den Geräuschen der Erkältungszeit. Dass solche Huster aus Kindern kommen können. Wahnsinn !
Jetzt ist es kurz vor sieben Uhr morgens (zur Erklärung der Tippfehler) – Ich sitze im Büro und tippe das hier, nebenan wird es leise etwas munterer.
Fortsetzung folgt. Vielleicht.




